Sprachprojekt mit Zukunft

Die Pharmaindustrie sowie Behörden für Arzneimittel sind heute international präsent. Für Pharmazeuten bedeutet das, dass sie sich bereits während des Studiums ein fundiertes medizinisch-pharmazeutisches Fachvokabular aneignen sollten, zumindest in den gängigsten Fremdsprachen (vor allem Englisch und Spanisch).

Zu diesem Zweck hat die Universität Leipzig ein neues Projekt ins Leben gerufen, welches Übersetzer und Dolmetscher mit Medizinern sowie Pharmazeuten zusammenarbeiten lässt. Vom Ziel dieser Kooperation profitieren beide Seiten erheblich: Zum einen lernen die Naturwissenschaftler das entsprechende Fachvokabular in seiner richtigen und professionellen Art, zum anderen dürfen die Geisteswissenschaftler in das Thema der Naturwissenschaft und deren Praxis eintauchen, was ihre berufliche Sprach- und Fachkompetenz sicherlich bereichert.

Um das pharmazeutische Netz global auszubauen, ist der Einsatz fachlich versierter Übersetzer und Dolmetscher heute unumgänglich. Durch das Projekt der Uni Leipzig wird ein beidseitiges Fachwissen schon in der Ausbildung gefördert. Ein weiterer Vorteil ist die Nähe der Universität zur Forschung, entsprechend kann die aktuelle Thematik direkt an das sich entwickelnde Fachvokabular gebunden werden.

Auch Patienten profitieren von einer solchen Zusammenarbeit, denn durch die Verbindung von Sprache und Fachwissen werden Missverständnisse in der Kommunikation aus dem Weg geräumt, die gerade im Gesundheitswesen schwerwiegend sein können.